HLF 20 XL: Mehr als nur ein Feuerwehrfahrzeug
Präsentation auf der INTERSCHUTZ 2026
Unter dem Motto #readywhenyouare präsentiert ZIEGLER auf der INTERSCHUTZ 2026 in Hannover auf rund 3.000 m² Standfläche seine neuesten Entwicklungen für Feuerwehren und Rettungskräfte. Ein zentraler Bestandteil des Messeauftritts ist das neue HLF 20 XL, das mit zahlreichen innovativen Features neue Maßstäbe setzt.
Mit insgesamt 12 Fahrzeugen, modernen Pump- und Löschsystemen sowie intelligenten Komponenten und digitalen Lösungen zeigt ZIEGLER, wie sich neue Technologien gezielt einsetzen lassen, um Einsatzkräfte zu entlasten, Risiken zu reduzieren und Einsätze effizienter zu gestalten.
HLF 20 XL: durchdachtes Raum- und Technikkonzept
Das HLF 20 XL verfügt über einen Z-Cab XL Mannschaftsraum, der starr mit dem Fahrerhaus verbunden ist und eine beson-ders große Kommunikationsöffnung bietet. In Kombination mit den ZIEGLER Standard-sitzen sind bis zu sieben Atemschutzplätze realisierbar – bei gleichzeitig großzügigem Sitzabstand.
Das Messefahrzeug zeigt zudem praxisorientierte Ausstattungsdetails wie eine integrierte Kühlschublade für Getränke. Displays im Fahrzeug geben einen Ausblick auf zukünftige, stärker vernetzte Einsatz-konzepte.
Ein weiterer Fokus liegt auf Sicherheit und Gesundheit: Im Fahrzeug sind Systeme integriert, die Brände frühzeitig erkennen und deren Entstehung entgegenwirken. Ergänzend sorgt eine Entkeimungsanlage am Hygieneboard für eine verbesserte Wasserhygiene im Einsatz. Mit Z-Vision Side der neuesten Generation wird das Gesamtkonzept konsequent ergänzt.
Z-Vision Side der neuesten Generation – mehr Leistung durch optimierte Beleuchtung
Mit Z-Vision Side der neuesten Generation präsentiert ZIEGLER eine weiterentwickelte Beleuchtungslösung. Eine zusätzliche LED-Leiste in der Umfeldbeleuchtung sorgt für deutlich höhere Lichtleistung und verbesserte Ausleuchtung.
Die größere Ausleuchtungsfläche am Boden erhöht die Sicherheit und Effizienz im Einsatz. Die Entwicklung basiert auf einem wissenschaftlichen Ansatz und ermöglicht eine signifikante Steigerung der Lichtleistung: bis zu 5.000 Lumen durch kombinierte Lichtmodule.
Robotics als integraler Bestandteil des Einsatzfahrzeugs
Moderne Einsatzszenarien stellen Feuerwehren zunehmend vor komplexe Herausforderungen – etwa bei Bränden, Gefahrguteinsätzen oder in schwer zugänglichen Bereichen. Drohnen, Robotersysteme und autonome Plattformen gewinnen daher immer stärker an Bedeutung. ZIEGLER greift diese Entwicklung auf und integriert Robotics-Technologie erstmals systematisch in seine Fahrzeugkonzepte. Im Fokus steht dabei nicht die Entwicklung eigener Roboter, sondern die durchdachte und praxisgerechte Integration bestehender Systeme in das Einsatzfahrzeug.
Das HLF 20 XL bietet hierfür eine umfassende Schnittstellenlösung: Drohnen, Kettenroboter oder Robotikhunde können direkt im Fahrzeug verlastet, geladen und bedient werden. Die Systeme werden je nach Kundenanforderung beschafft und anschließend vollständig in das Fahrzeugkonzept integriert – von der sicheren Lagerung über die Ladeinfrastruktur bis hin zur zentralen Steuerung.
Der entscheidende Vorteil für Feuerwehren: Robotics-Systeme sind jederzeit einsatzbereit, ohne zusätzlichen Anhänger oder separate Logistik. Gleichzeitig ermöglicht die zentrale Bedienung eine einfache und effiziente Nutzung im Einsatz.
Das Fahrzeug verfügt über speziell integrierte Ladestationen für Drohnen sowie einen innovativen Drohnenauszug. Dieser ermöglicht es, Drohnen direkt auf dem Fahrzeug zu landen und automatisch zu laden.
Alternativ kann die Drohne über eine Tethered-Lösung am Seil betrieben und gleichzeitig mit Energie versorgt werden. Diese Betriebsart bietet insbesondere bei beengten Einsatzstellen oder in anspruchsvollen Geländesituationen klare Vorteile, da längere Einsatzzeiten und eine hohe Betriebssicherheit gewährleistet werden.
Mit diesem Ansatz schafft ZIEGLER eine praxisnahe Plattform, auf der moderne Robotics-Technologien nahtlos in bestehende Einsatzkonzepte integriert werden. Dabei folgt die Bedienung einem einheitlichen, intuitiven und integrierten Systemansatz.
Unterschiedliche Komponenten wie Drohnen oder Roboter lassen sich über eine gemeinsame Benutzeroberfläche steuern, ohne dass separate Bedienelemente oder umfangreiche Schulungen erforderlich sind. Dies reduziert den Trainingsaufwand spürbar und entlastet Einsatzkräfte nachhaltig im täglichen Betrieb.
Breites Portfolio an Robotiklösungen
Auf der INTERSCHUTZ zeigt ZIEGLER verschiedene Robotiksysteme für unterschiedliche Einsatzszenarien:
1. Z-Crawler 80
Mit dem Kettenroboter Z-Crawler 80 präsentiert ZIEGLER eine besonders kompakte Lösung für den schnellen Einsatz von Robotik im Feuerwehralltag. Der Roboter wiegt weniger als 80 kg und kann von zwei Einsatzkräften problemlos getragen werden. Durch seine kompakte Bauweise lässt er sich direkt im Gerätefach eines Feuerwehrfahrzeugs – beispielsweise in einem ALPAS Aufbau – verstauen und steht somit ohne zusätzlichen Anhänger sofort zur Verfügung.
Trotz seiner geringen Größe verfügt der Z-Crawler 80 über leistungsstarke Einsatzfähigkeiten. Dazu zählen unter anderem ein integrierter Wasserwerfer mit einer Förderleistung von rund 1.000 l/min, ein Selbstschutz-Wasservorhang sowie austauschbare Batterien für einen schnellen Weiterbetrieb.
Ein besonderer Vorteil liegt in der hohen Modularität des Systems: Sensoren, Kameras oder weitere Nutzlasten können schnell zwischen verschiedenen Robotikplattformen ausgetauscht werden. So lässt sich die Ausrüstung flexibel an unterschiedliche Einsatzszenarien anpassen.
Mit diesem Ansatz versteht ZIEGLER Robotik nicht als Ersatz für Einsatzkräfte, sondern als neues Werkzeug innerhalb der bestehenden Feuerwehrtaktik – kompakt integriert, schnell verfügbar und praxisnah für den täglichen Einsatz entwickelt.
2. Z-Crawler 250
Der Kettenroboter Z-Crawler 250 erweitert das Robotics-Konzept von ZIEGLER um eine leistungsstarke und gleichzeitig flexible Plattform für anspruchsvolle Einsatzszenarien. Mit einem Gewicht von rund 250 kg und einem Wasserwerfer mit bis zu 2.000 l/min bietet das System hohe Löschleistung bei gleichzeitig kompakter Bauweise.
Ein zentrales Merkmal ist das doppelschichtige modulare Design. Die Nutzlast kann innerhalb von etwa einer Minute gewechselt werden – beispielsweise vom Löschroboter zu einer Logistikplattform mit Rauchabzugslüfter oder Schlauchtransportmodul. Dadurch lässt sich der Roboter flexibel an unterschiedliche Einsatzanforderungen anpassen.
Der Z-Crawler 250 kommt insbesondere dort zum Einsatz, wo für Einsatzkräfte ein erhöhtes Risiko besteht. Bei Innenbränden, Industriebränden, Gefahrstofflagen oder in einsturzgefährdeten Bereichen kann der Roboter zunächst in die Gefahrenzone vordringen, Lageinformationen liefern und erste Maßnahmen durchführen, während sich die Einsatzkräfte in sicherer Entfernung befinden.
3. Vierbeiniger Roboterhund Z-Scout
Mit dem Z-Scout erweitert ZIEGLER sein Robotics-Konzept um eine hochmobile Plattform für Aufklärung und Lageerkundung. Der vierbeinige Roboterhund wurde speziell für Einsatzumgebungen entwickelt, die für Kettenfahrzeuge schwer zugänglich sind – etwa steile Treppen, unwegsames Gelände oder Gebäuderuinen.
Mit einem Gewicht von rund 30 kg und einer Schutzklasse von IP67 ist der Z-Scout für anspruchsvolle Einsatzbedingungen ausgelegt. Ausgestattet mit einer Dual-Kamera aus Wärmebild- und Tageslichtkamera sowie einem Gasdetektor ermöglicht er eine sichere Erkundung von Gefahrenbereichen und liefert wichtige Echtzeitinformationen für die Einsatzleitung.
Durch seine hohe Beweglichkeit eignet sich der Roboter besonders für die Tiefenaufklärung in komplexen Einsatzlagen. Gleichzeitig kann er als Kommunikationsrelais eingesetzt werden und so die Verbindung zwischen Einsatzkräften und Einsatzleitung auch in schwierigen Umgebungen stabil halten.
Der Z-Scout ist Teil eines vernetzten Robotics-Systems, bei dem Drohnen, Kettenroboter und weitere Plattformen über eine einheitliche Benutzeroberfläche gesteuert und in ein gemeinsames taktisches Netzwerk eingebunden werden. Sensoren und Nutzlasten können dabei modular zwischen den Systemen ausgetauscht werden – für maximale Flexibilität im Einsatz
4. Drohne mit automatischem Hangarsystem
ZIEGLER stellt eine neue Drohnenlösung vor, die Luft- und Bodenaufklärung nahtlos miteinander verbindet. Das automatische Hangarsystem lässt sich direkt in den ALPAS Gerätefach integrieren und ermöglicht die vollautomatische Landung und Aufladung gängiger Drohnen.
Die Drohne kann dank Tethered-Stromversorgung stundenlang ohne Unterbrechung schweben, während das integrierte Beleuchtungsmodul in 20- 40 m Höhe bis zu 60.000 Lumen liefert. Dadurch werden selbst große Einsatzbereiche in der Nacht komplett ausgeleuchtet – ohne tote Winkel. Optional kann die Drohne auch über einen Seilauszug starten und dabei geladen werden.
In Kombination mit den Bodenrobotern entsteht ein vollständiges Lagebild: Während die Drohne die Ein-satzstelle aus der Luft überwacht, liefern die Roboter im dichten Rauch präzise Infrarotinformationen. Das Ergebnis für die Einsatzleitung: maximale Informationsklarheit, sichere Entscheidungen und präzise Eins-ätze ohne „Informationsschwarze Löcher“.
Vernetzte Systeme für mehr Sicherheit im Einsatz
Alle vorgestellten Systeme sind Teil eines vernetzten Gesamtkonzepts. Drohnen, Kettenroboter und weitere Plattformen werden über eine einheitliche Benutzeroberfläche gesteuert und in ein gemeinsames taktisches Netzwerk eingebunden.
Die Systeme übernehmen insbesondere risikoreiche Aufgaben wie Erkundung, Überwachung oder erste Maßnahmen in Gefahrenbereichen. Gleichzeitig liefern sie Echtzeitdaten, die eine fundierte Lagebeurteilung ermöglichen.
ZIEGLER versteht Robotics dabei nicht als Ersatz für Einsatzkräfte, sondern als gezielte Unterstützung. Die Technologie hilft, Risiken zu minimieren, die Übersicht zu verbessern und Einsätze sicherer und effizienter zu gestalten.