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ZIEGLER erhält Auftrag für 3 SLF für Eisenbahngebiet in den Niederlanden

19. Juli 2022 | Presse-Informationen

Die Sicherheitsregion Zuid-Holland Zuid (VRZHZ) und ProRail erhalten drei Sonderlöschfahrzeuge für die Eisenbahnzonen Kijfhoek und Dordrecht. Den Auftrag für die Produktion der Fahrzeuge erhielt der Aufbauhersteller Ziegler Brandweertechniek B.V. in den Niederlanden. Das bedeutet einen weiteren, wichtigen Schritt zur Verbesserung der Sicherheit auf dem Rangierbahnhof Kijfhoek in Zwijndrecht. Die Sicherheitsregion Zuid-Holland-Zuid (VRZHZ), ProRail und die Gemeinden Zwijndrecht und Dordrecht arbeiten kontinuierlich daran, die Sicherheit in diesem Gebiet weiter zu verbessern und Störungen entlang des Eisenbahngebiets zwischen Zwijndrecht und Dordrecht entgegenzuwirken.

Anfang Juli wurde der Vertrag von VRZHZ, ProRail, der Gemeinde Zwijndrecht und Ziegler Brandweertechniek B.V. unterzeichnet. Am 07.07.2022 wurde die Vertragsunterzeichnung bei einem kleinen „Get-together“ gefeiert. Der Bürgermeister der Gemeinde Zwijndrecht Hein van der Loo erklärt dazu:

„Die Beschaffung dieser Sonderlöschfahrzeuge ist eine der geplanten Maßnahmen, um die Eisenbahnregion noch sicherer zu machen. Diese Fahrzeuge erlauben es der Feuerwehr bei Einsätzen schnell und sicher zu agieren. Dies ist im Interesse von uns allen. Jetzt ist unser Partner ZIEGLER an der Reihe, die Fahrzeuge zu produzieren und rechtzeitig zu liefern.“

Störungen auf und entlang der Schienen bekämpfen

Die Sonderlöschfahrzeuge werden eingesetzt, um Störungen auf und entlang den Schienen zu bekämpfen. Aus diesem Grund arbeiten die VRZHZ und ProRail eng zusammen. Basierend auf dieser Kooperation wurde eine Marktanalyse für die Bestellung dreier identischer Fahrzeuge durchgeführt. Diese Kooperation ist extrem wichtig, da die Arbeit nun von 3 Fahrzeugen, welche flexibel ausgetauscht werden können, verrichtet werden soll.

Maßgeschneiderte Sonderlöschfahrzeuge

Die Sonderlöschfahrzeuge besitzen einen speziellen Löschgelenkarm auf dem Fahrzeugdach. Dadurch ist die Feuerwehr in der Lage, auch schwierige Orte im Einsatz zu erreichen. Die neuen SLF sind schneller, beweglicher, ökonomischer und bieten zudem die Möglichkeit, umweltfreundlichere Arten von Schaummitteln (fluorfrei) zu nutzen. Die Fahrzeuge wurden ausgiebig getestet, weisen große Löschkapazitäten auf und sind für den Rangierbahnhof Kijfhoek und die Eisenbahngebiete Zwijndrecht und Dordrecht vorgesehen. Das bedeutet, dass in beiden Gebieten immer zwei Löschfahrzeuge einsatzbereit sind, auch wenn eins der drei Fahrzeuge z.B. aufgrund von Wartungen nicht verfügbar sein sollte.

Die SLF werden in Winschoten, Niederlande von ZIEGLER konstruiert und produziert. Auf die Produktion folgen eine umfangreiche Qualitätskontrolle und diverse Praxistests. Der gesamte Prozess bis zur Auslieferung wird rund 24 Monate in Anspruch nehmen. Außerdem werden die Fahrzeuge auch nach Projektabschluss weiterhin von Ziegler Brandweertechniek betreut – nach der Auslieferung wird sich das Unternehmen weitere 15 Jahre um den Service und die Wartung der Fahrzeuge kümmern.

Marin Schouten, Geschäftsführer von Ziegler Brandweertechniek B.V.:
„ZIEGLER freut sich sehr über diesen Auftrag und darauf, die Fahrzeuge zu produzieren. Wir haben viel Erfahrung mit der Fertigung von speziellen und kundenspezifischen Fahrzeugen, dennoch hat jedes Sonderfahrzeug besondere Eigenschaften. Diese Fahrzeuge zum Beispiel verfügen über einen 360 Grad drehbaren Löschgelenkarm „Z-Attack“ und ist somit die ideale Lösung für die Szenarien.“

Detailliertere, technische Daten des Fahrzeugs befinden sich auf der letzten Seite der Pressemitteilung. 

Aktuelle Fahrzeuge haben ausgedient

Die Fahrzeuge, die aktuell noch im Einsatz sind, sind nicht flexibel austauschbar und müssen ersetzt werden. Zum einen, da sie bereits viele Jahre in Dienst sind und zum anderen, um die Vereinbarung zwischen den beteiligten Parteien einzuhalten.
Jessica van den Bosch, Leiterin der Kundenbetreuung von ProRail:

„Der Schienentransport ist eine der umweltfreundlichsten Transportarten und passt zu den Klimazielen, welchen wir uns in den Niederlanden verschrieben haben. In den kommenden Jahren erwarten wir ein Wachstum von 50 %, welches bis 2030 ca. 60 Millionen Tonnen von transportierten Gütern auf Schienen entspricht. Wir werden dieses Wachstum mit der Beachtung von externer Sicherheit und den Anforderungen der Umwelt fördern. Dies alles bewerkstelligen wir in enger Zusammenarbeit mit unseren Partnern. Die Ausschreibung ist ein gutes Beispiel dieser Kollaboration.”

Zusätzliche Notfallstraßen in Kijfhoek

Es gibt eine Anzahl von Notfallstraßen in Kijfhoek die es den Rettungsdiensten ermöglicht im Einsatz näher an die Bahnschienen zu gelangen. Die Zahl der Notfallstraßen wird schon in naher Zukunft ausgebaut, was zur Folge hat, dass bestimmte Stellen im Rangierbahnhof für Rettungsdienste einfacher zu erreichen sind. Gemeinsam mit der Bereitstellung der neuen Fahrzeuge wird eine bessere Erreichbarkeit bei jedem Einsatz gewährleistet. Außerdem können die Feuerwehren von der VRZHZ und ProRail so im Einsatz nun besser kooperieren.

Marko Redelijkheid, Leiter des Brandschutzes in der VRZHZ: „Ich freue mich sehr darüber, dass wir einen weiteren konkreten Schritt Richtung Sicherheit in unserer Region gehen. Die enge Zusammenarbeit mit ProRail garantiert eine flexiblere und effektivere Bereitstellung von Einsatzpersonal und Ausrüstung. Der Kauf der drei baugleichen Sonderlöschfahrzeuge verspricht eine noch bessere Zusammenarbeit in den Einsätzen auf und entlang der Schienen. Auf diese Weise können wir weiterhin leistungsstarken Brandschutz von ehrenamtlichen sowie beruflichen Feuerwehrkräften bereitstellen, der an die Anforderungen unserer Region angepasst ist.“

Kijfhoek

Kijfhoek ist der größte Rangierbahnhof in den Niederlanden. Der Bahnhof wurde 1975 gebaut und 1980 in Betrieb genommen. Mit 49 Abfahrtgleisen ist der 50-Hektar große Bereich eine wichtige Verbindung zwischen den niederländischen Häfen und den großen Industriegebieten in den Niederlanden und in Europa. Die Erneuerungen im Bahnhof Kijfhoek sind Teil des Kijfhoek-Abkommens, das im Oktober 2020 zwischen dem Ministerium für Infrastruktur und Wasserverwaltung, der Gemeinde Zwijndrecht, der VRZHZ und ProRail geschlossen wurde. In den kommenden Jahren wird sich der Bahnhof durch die großflächige Renovierung und der Konstruktion der neuen Notfallstraßen wieder ein Stück weit verändern.

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